
Somalia: 63.000 neue Vertriebene - viele Tote
Mogadischu - Der Konflikt hält an. Nach Medienberichten wurden am vergangenen Mittwoch bei Straßenschlachten zwischen Regierungstruppen und Al-Shabaab und Hisb-ul-Islam-Milizen zahlreiche Menschen getötet - darunter auch Kinder. UNHCR liegen Informationen vor, dass allein in den vergangenen zwei Wochen etwa 14.000 Menschen innerhalb der Hauptstadt und darüber hinaus vertrieben wurden.
Bereits am 9. Januar 2010 brachen in der zentralsomalischen Stadt Belet Weyne neue Kämpfe aus. wird die Tötung von mindestens 30 Zivilisten und weiteren 50 Verletzten. Tausende von Menschen waren gezwungen, aus ihren Häusern zu fliehen und schätzungsweise 11.900 wurden vorübergehend und schrecklichsten Bedingungen untergebracht.
Im umliegenden Hiraan, an der äthiopischen Landesgrenze, sind bereits Unterkünfte für mehr als 50.000 Binnenvertriebene entstanden. Auch in Dhuusamarreeb, in der zentralen Region der Galgaduud, ist die Zahl der Binnenvertriebenen rapide gestiegen. UNHCR schätzt, dass jetzt etwa 28.800 Vertriebene in den umliegenden Dörfern leben. Sie alle brauchen dringend Notunterkünfte, Wasser und medizinische Versorgung.
Auch aus dieser Region werden mindestens 150 Tote gemeldet. Der Zugang für Helfer ist extrem schwierig.
Somalia ist eine der schlimmsten humanitären Krisen der Welt - 1,5 Millionen Binnenvertriebene und mehr als 560.000 Menschen die als Flüchtlinge in den Nachbarländern leben, vor allem in Kenia (309.000), Jemen (163.000) und Äthiopien (59.000) zeugen von einer traurigen Bilanz.
Veröffentlicht am: 20.01.2010




