
Tschad: UNHCR unterstützt Neuankömmlinge
N'Djamena - Mit Unterstützung von UNHCR können etwa 1.100 Neuankömmlinge aus der Zentralafrikanischen Republik in ein Camp nahe Moula, im Süden des Tschad gebracht werden. Viele der Betroffenen sind Flüchtlinge aus den nördlichen Provinzen der Zentralafrikanischen Republik, in der seit Jahren immer wieder gewaltsame Konflikte aufflammen. In Moula können sie nun medizinisch besser versorgt werden.
Ein UNHCR-Sprecher berichtete, dass die erste Gruppe von 204 Flüchtlingen bereits dieser Tage nach Moula umgesiedelt wurde. Wegen der schlechten Straßenverhältnisse, braucht UNHCR einen vollen Tag um das Lager in Moula zu erreichen, wo sich derzeit mehr als 4.000 Zentralafrikaner aufhalten.
Die meisten Neuankömmlinge sind Frauen, Kinder und junge Männer. Sie berichten von Plünderungen, Missbrauch und Diebstahl in Folge einer Armee-Offensive Nahe der Grenzstadt Sido. UNHCR hat in den letzten Tagen um die 2.500 Menschen transportieren können, die auf Grund von Gefechten fliehen musten; etwa 1.000 von ihnen sind in der Stadt Kabo untergebracht, 400 Kilometer von der zentralafrikanischen Hauptstadt Bangui.
Alle Betroffenen benötigten dringend Wasser, Nahrung und ein Dach über dem Kopf. Nur wenige konnten bei Verwandten unterkommen. Andere verstecken sich in unwegsamen Gelände oder stecken im Grenzbebiet fest.
Die schlechte Sicherheitslage in der Zentral Afrikanischen Republik hat während der letzten fünf Jahre dazu geführt, dass 200.000 Menschen innerhalb des eigenen Landes vertrieben wurden. Etwa genausoviele sind in die Nachbarländer geflohen.
Veröffentlicht am: 11.05.2010




