
Angelina Jolie schockiert über Situation in Somalia
Mogadischu - UNHCR-Sonderbotschafterin Angelina zeigt sich besorgt über das Wohlergehen Tausender von Vertriebenen, die in Somalias Hauptstadt Mogadischu zwischen den Fronten ausharren. Seit Beginn des Jahres mussten mehr als 170.000 Menschen ihr Zuhause verlassen. Viele wurden während der blutigen Kämpfe in den letzten Wochen verwundet oder getötet.
"Ich bin schockiert über die völlige Missachtung menschlichen Lebens in Somalia", sagte Jolie. "Eine erneute Tragödie spielt sich in Somalia ab, da die Straßenschlachten in Mogadischu weitergehen und unglaubliches Leid, Vertreibung und Tod verursachen."
Tausende von Menschen sind bereits aus Mogadischu geflohen. Gleichzeitig bleiben auch viele zurück - ohne Möglichkeit, die Stadt zu verlassen. "Ich fürchte um ihr Leben", sagte Jolie. "Ich appeliere an die kämpfenden Parteien, keine Zivilisten unter Beschuss zu nehmen und diese zu verschonen.
Die UNHCR-Sonderbotschafterin unterstützte damit den Aufruf von UN-Flüchtlingskommissar Antònio Guterres and die internationalen Staatengemeibnschaft, sich mehr fürr die schutzlose und hilfebedürftige somalische Bevölkerung zu engagieren. Die anhaltenden Gefechte und die allgemeine Sicherheitslage machen es für Hilfsorganisation extrem schwer, zu den Menschen in Not vorzudringen und ihnen zu helfen.
Somalia ist heute eine der schlimmsten humanitären Krisen weltweit, da die Hälfte der somalischen Bevölkerung dringend humanitärer Hilfe bedarf. Derzeit sind mehr als 1,4 Millionen Somalis innerhalb ihres Heimatlandes vertrieben und rund 560.000 Menschen leben als Flüchtlinge in den Nachbarländern der Region.
Veröffentlicht am: 19.04.2010




