United Nations High Commissioner for Refugees
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Spendenaufruf für Flutopfer in Pakistan

12 August 2010

Berlin - UNHCR hat in der von Überschwemmungen betroffenen Region bisher für 160.000 Menschen Zelte, Plastikplanen und andere Hilfsgüter bereitgestellt und rief am Mittwoch zu Spenden in Höhe von 41 Millionen US Dollar auf, um dringende Unterstüzung für weitere 560.000 Menschen (rd. 80.000 Familien) realisieren zu können.

"Die Menschen in Pakistan brauchen dringend Unterstützung von der internationalen Gemeinschaft", so Mengesha Kebede, der UNHCR-Vertreter in Pakistan. „Die Fluten haben Häuser, Farmen und die gesamte Lebensgrundlage von Millionen von Menschen zerstört."

Der zusätzliche Finanzierungsbedarf von 41 Millionen US Dollar ist Teil eines umfassenden Spendenaufrufs der Vereinten Nationen von insgesamt 459 Millionen US Dollar, der gestern in New York veröffentlicht wurde. Zeitgleich konnten UNHCR- LKW's endlich wieder die Provinzhauptstadt Quetta erreichen, nach dem sie auf Grund von Erdrutschen eine Woche festsaßen. Die Fahrzeuge hatten wetterbeständige Familienzelte für Tausende Menschen in Balutschistan geladen. In den kommenden Stunden wurden fünf weitere LKW's mit Hilfslieferungen für weitere 20.000 Menschen erwartet.

UNHCR konzentriert sich bei seiner Arbeit auf die westlichen und nordwestlichen Provinzen Balutschistan und Khyber Paktunkhwa, wo viele pakistanische Binnenvertriebene zusammen mit afghanischen Flüchtlingen leben.

"Wir helfen allen von der Katastrophe betroffenen Menschen, Pakistanern wie Afghanen so gut wie können, doch weitere finanzielle Mittel sind dringend notwendig, um die Arbeit der Hilfsorganisationen jetzt zu unterstützen," sagt Kebede.

Im Süden, wo das Wasser noch immer ansteigt, sind im Distrikt Sindh in öffentlichen Gebäuden mehr als 600 Auffanglager entstanden. Dort leben die Menschen in großer Enge. Andere campieren entlang den Straßen, viele unter freiem Himmel. UNHCR-Zelte wurden in die Städte Sukkur und Shikarpur gebracht.

Im Norden von Khyber Pakhtunkhwa liegt das Flüchtlingsdorf Azakehl, in dem 6.000 afghanische Flüchtlinge lebten. "99 Prozent des Dorfes sind von der Flut zerstört worden. Die Trümmer aufzuräumen, wird mindestens zwei Monate dauern," sagte UNNCR-Mitarbeiter Werner Schellenberg. "Ich sah eine Handvoll Menschen, die versuchten ihren Besitz zu retten, aber der Großteil der Afghanen ist zu Verwandten geflüchtet oder lebt entlang der erhöhten Straßen, wo Lager aus dem Boden geschossen sind."

Das UNHCR-Büro in Khyber Pakhtunkhwa konzentriert sich auf die Versorgung der Flutopfer in Charsadda, Nowshera, und zerstörte Regionen in Peshawar. Weitere Zelte wurden für 500 Familien nach Swat gebracht. Die Hilfsgüter kamen bislang aus den Lagerbeständen für die Binnenvertriebenen des Konfliktes im Nordwesten des Landes.

Die UNO-Flüchtlingshilfe e.V., der private Spendenpartner von UNHCR in Deutschland, ruft die deutsche Bevölkerung weiterhin zu Spenden auf.

Spendenkonto 2000 88 50
Sparkasse KölnBonn
BLZ 370 501 98
Stichwort: Nothilfe Pakistan

Online-Spenden können Sie auch direkt hier.

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