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UNHCR-Befragung unter Schutzsuchenden in Griechenland

24 Februar 2016

© UNHCR/Aikaterini Kitidi
Schutzsuchende Kinder bei einer vorläufigen Notunterkunft auf der griechischen Insel Samos

UNHCR veröffentlichte am 23. Februar 2016 die Ergebnisse der Umfrage, die mit afghanischen und syrischen Schutzsuchenden durchgeführt wurde, die in der zweiten Januarhälfte in Griechenland angekommen sind.

Diese Ergebnisse sind Teil einer fortlaufenden Studie, deren Ziel ist, mehr über die Neuankömmlinge zu erfahren; woher sie kommen, was ihre Fluchtgründe sind und welchen Schutzbedarf sie haben, um von den griechischen Behörden, UNHCR und weiteren Partnern bestmöglich unterstützt zu werden. Besonderes Augenmerk galt Personen mit besonderen Bedürfnissen, wie zum Beispiel unbegleiteten oder von ihren Eltern getrennten Kindern oder Frauen, die allein für den Haushalt verantwortlich sind.

UNHCR führte diese Umfrage vom 15.-31. Januar dieses Jahres durch und interviewte hierbei eine zufällige Stichprobe von 400 syrischen und afghanischen Flüchtlingen und Migranten, die im Januar auf den griechischen Inseln Chios, Leros, Lesbos und Samos ankamen. Diese Umfrage soll innerhalb der nächsten sechs Monate wiederholt werden und wird damit den größten und umfassendsten Datenbestand in Bezug auf die europäische Flüchtlingssituation darstellen.

Weitere wichtige Schlüsselergebnisse der Umfrage:

85% der befragten Syrer waren vor ihrer Flucht nach Griechenland bereits Binnenvertriebene im eigenen Land; 87% sind zusammen mit Familienmitgliedern auf der Flucht.

65% der befragten Afghanen und 47% aller Befragten, die sich bereits für mehr als sechs Monate in einem anderen Land aufhielten, sagten, dass sie über keinerlei Dokumente verfügten.

Der fehlende Zugang zu Jobs, die ihren Fähigkeiten entsprechen und ermöglichen den Lebensunterhalt zu finanzieren und vor Ausbeutung schützen, ist für syrische Flüchtlinge Hauptmotivation (41%) das Erstzufluchtsland zu verlassen. 16% gaben Diskriminierung als Hauptgrund an.

20% der befragten syrischen Familien waren von Frauen geführte Haushalte.

79% der befragten Syrer und 44% der befragten Afghanen besaßen einen weiterführenden Schulabschluss, Oberstufen- oder Universitätsabschluss.

51% der befragten Syrer und 40% der befragten Afghanen waren Frauen und Kinder.

Die Familienzusammenführung ist für 41% der befragten Syrer der ausschlaggebende Faktor in der Auswahl des Ziellandes. Zusammen mit der Tatsache, dass von Frauen geführte Haushalte 20% der Befragten ausmachen, unterstreicht dies die Notwendigkeit von effizienten Familienzusammenführungsprogrammen- und verfahren.

 UNHCR wird diese Daten weiterhin sammeln, analysieren und zur Verfügung stellen, um einen Einblick in die Profile der neu ankommenden Flüchtlinge und Migranten in Griechenland zu geben. Befragungen von irakischen Flüchtlingen werden in den kommenden Monaten hinzukommen. Sofortmaßnahmen und längerfristige Planungen können durch genaueren Datenbestand und -analyse verbessert werden. 

Informationsblatt zur Umfrage:

Syrische Befragte: data.unhcr.org/mediterranean/download.php

Afghanische Befragte: data.unhcr.org/mediterranean/download.php

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