United Nations High Commissioner for Refugees
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Bombardierung eines Flüchtlingslagers im Südsudan

11 November 2011

Ein Leben in ständiger Angst- Kinder in einem Flüchtlingslager im Südsudan.
© UNHCR / A. Coseac

Juba - Mehrere Bomben wurden gestern während eines Luftangriffs von der sudanesischen Armee über der Region Yida im Südsudan abgeworfen. Dabei wurde auch ein Flüchtlingslager getroffen, das mehr als 20.000 Menschen beherbergt. In einer Stellungnahme kritisierte UNHCR den Anschlag aufs Schärfste.

Zwei Bomben trafen das Flüchtlingslager direkt und zerstörten unter anderem ein Schulgebäude. Glücklicherweise gab es keine Verletzten. Viele der Flüchtlinge sind erst vor kurzem aus den umkämpften Gebieten in den Bergen Süd-Kordofans geflohen. Nun sehen sich die Menschen im Flüchtlingslager mit derselben Gewalt konfrontiert.UNHCR plante bereits die Umsiedelung vieler Flüchtlinge in neue Flüchtlingslager nahe der Grenze. Heftige Regenfälle, welche die Straßen kaum befahrbar machen und der gestrige Bombenanschlag erschweren die Durchführung der Umsiedlungen nun erheblich. Die anhaltenden Kämpfe im Grenzgebiet zwischen dem Sudan und Südsudan haben seit Juni hunderttausende Menschen entwurzelt und zur Flucht gezwungen.

Ebenso gab es diese Woche Berichte über Bombenanschläge in New Guffa, einem Dorf im Bundesstaat Upper Nile im Südsudan. Immer mehr Flüchtlinge machen sich aus den Regionen Damazine und Kurmuk auf den Weg in den südlich gelegenen Bundesstaat Blue Nile oder versuchen, größere Städte zu erreichen. Viele fliehen auch über die Landesgrenze nach Äthiopien, wo bereits mehr als 30.000 sudanesische Flüchtlinge Zuflucht gefunden haben und von UNHCR gemeinsam mit Partnerorganisationen versorgt werden.

Die Neuankömmlinge, die es sicher in den Süden nach Maban County geschafft haben, berichten von verlassenen Städten und Dörfern jenseits der Grenze. In der Stadt Bunj werden alle neu eingetroffenen Flüchtlinge umgehend von UNHCR registriert. Hier steht auch ein Lagerhaus von UNHCR bereit, das über genügend Hilfspakete für 15.000 Flüchtlinge verfügt. Kommendes Wochenende werden Mitglieder eines UN Assessment Teams nach Maban reisen, um die humanitäre Lage der Neuankömmlinge zu begutachten.

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