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DAFI fördert Studium für Flüchtlinge im Iran

10 November 2011

© UNHCR/unhcr.de

Teheran - Bevor die 25-jährige Ameneh heiratet, möchte sie gerne ihr Studium der Rechtswissenschaften fortsetzen. Als afghanischer Flüchtling im Iran könnte sie ihren Traum über den Fonds der "Deutschen Akademischen Flüchtlingsinitiative Albert Einstein" (DAFI) realisieren, der von UNHCR verwaltet wird. 160 Stipendiaten werden derzeit von DAFI im Iran unterstützt.

Nach der Flucht ihrer Eltern aus Afghanistan ist Ameneh in Qom im Iran geboren worden und bereits auch hier zur Universität gegangen. Für ihre Karriere haben bereits ihre Brüder Geld das sie als Tagelöhner verdient haben zusammengelegt, damit Ameneh weiter studieren kann; doch es reicht nicht. Es ist für Flüchtlinge sehr schwer einen höheren akademischen Abschluss zu erlangen, sofern nicht externe Finanzen aquiriert werden können, so wie über DAFI. Dort hat sich Ameneh jetzt beworben und hofft über Ihren Bachelor-Abschluss hinaus weiter studieren zu können.

Auch ihr zukünftiger Ehemann Esmaiel unterstützt sie bei ihren Plänen; sie sind bereits seit 18 Monaten liiert und er selbst studiert Physiotherapie in Teheran.

"UNHCR ermutigt und unterstützt Flüchtlinge für eine akademische Laufbahn, für eine Promotion, auch als Lehrer oder Ingenieur", sagt Bernie Doyle, UNHCR-Vertreter im Iran. "Ein gut ausgebildeter junger Mensch wird dringend benötigt, um Afghanistan aufzubauen und wieder voran zu bringen."

Für viele afghanische Frauen bleibt eine akademische Laufbahn unerreicht. Seit 2002 sind mit Hilfe von UNHCR bereits 850.000 Menschen aus dem Iran nach Afghanistan zurückgekehrt. Viele konnten erfolgreich durch Rückkehrprogramme reintegriert werden; jedoch herrscht in einigen Regionen noch große Unsicherheit vor.

Im Iran fördert UNHCR mit deutschen Geldern jährlich 30 bis 60 Studenten, darunter angehende Mediziner, Landschaftsarchitekten und Lehrer, die nach ihrer Rückkehr in ihrer Heimat den Beruf ausüben können. 2011 unterstützt das DAFI-Programm 160 Studenten aus Afghanistan und aus dem Irak - alle sind in iranischen Universitäten eingeschrieben.

Bereits seit 1992 unterstützt DAFI junge Flüchtlinge auf der ganzen Welt. Mit einem Anteil von 84 Prozent kommen die meisten Befragten heute aus afrikanischen Ländern; 1992 waren es noch 64. Das Förderprogramm ist integraler Bestandteil des UNHCR-Mandats und soll den Beteiligten Qualifikationen vermitteln, die für den Wiederaufbau der Heimatländer sinnvoll sind. Alle Absolventen sollen den zivilgesellschaftlichen Zweig der Rückkehrer stärken. Somit wird den Stipendiaten eine wichtige friedensfördernde und -stabilisierende Aufgabe zuteil.

Auffällig positiv ist der überproportionale Anstieg weiblicher Studenten im DAFI-Programm: Waren 1992 noch 23 Prozent aller Stipendiaten Frauen, so liegt ihre Quote heute bei etwa 40 Prozent.

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