United Nations High Commissioner for Refugees
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Weitere Vertreibungen in Myanmar

05 Oktober 2012

© UNHCR
Myanmar: UNHCR- Mitarbeiter laden Hilfsgüter aus einem LKW.

Rakhine- Vier Monate nach Ausbruch der Gewalt in Myanmars westlichem Bundesstaat Rakhine ist die Zahl der Binnenvertriebenen weiter im Steigen begriffen. Betroffene DorfbewohnerInnen verlassen ihre Häuser auf der Suche nach Nahrung, medizinischer Versorgung und weiterer Unterstützung. 

Laut Auskunft der lokalen Behörden befinden sich derzeit rund 75.000 Menschen in Lagern für Binnenvertriebene (IDP-Camps) in Rakhine, die meisten in und um die Stadtteile Sittwe, Kyauk Taw und Maungdaw. Die aktuelle Zahl übersteigt die ursprünglichen Schätzungen der Regierung von 50.000 Vertriebenen kurz nach Ausbruch der Unruhen Anfang Juni. Zu Beginn des Monats August kam es zu weiteren Gewaltausbrüchen in Kyauk Taw. Während der Anschläge wurden die Häuser von mehr als 4.000 Menschen niedergebrannt.

Man geht davon aus, dass noch mehr Menschen indirekt von der Gewalt betroffen sind. Die humanitären Organisationen sind bemüht, alle betroffenen Gemeinden gemäß den Grundsätzen der Menschlichkeit, Unparteilichkeit und Neutralität zu unterstützen.

Trotz der steigenden Flüchtlingszahlen kehrten auch einige Menschen zurück, zum Beispiel nach Sittwe, wo die Häuser vieler Vertriebener unversehrt geblieben sind. Es ist zwar etwas Ruhe eingekehrt, aber die Lage bleibt angespannt. In Teilen von Rakhine ist die Bewegungsfreiheit immer noch eingeschränkt. Viele DorfbewohnerInnen können deshalb nicht zur Arbeit oder auf den Markt gehen, sie sind von der Nahrungs- und Gesundheitsversorgung abgeschnitten und haben keinen Zugang mehr zu Bildung. Aus Verzweiflung verlassen die Menschen ihre Dörfer, um Essen und medizinische Versorgung in den IDP-Camps zu suchen.

Gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen setzt sich UNHCR für einen umfangreicheren Zugang zu humanitärer Hilfe und Unterstützung für diese Dörfer ein. Wird die Hilfe direkt in den betroffenen Gebieten gewährt, so hofft UNHCR, dass gemeinsam mit anderen Organisationen weitere Vertreibungen verhindert und die Rückkehr für Binnenvertriebene letztendlich erleichtert werden kann.

Als Teil der organisationsübergreifenden Antwort auf die Unruhen in Rakhine hat UNHCR für 54.000 Binnenvertriebene Hilfsgüter bereitgestellt. Dazu gehören Plastikplanen, Schlafmatten, Moskitonetze und Kochsets. UNHCR unterstützt außerdem den Bau von Not- und Behelfsunterkünften, die ca. 10.500 Menschen beherbergen können. Gleichzeitig arbeiten die humanitären Organisationen daran, den Menschen in den von der Regierung betriebenen IDP-Camps grundlegende Hilfe zu gewähren und sicherzustellen, dass die Vertriebenen mit ausreichend Nahrung, Wasser, Sanitäranlagen und medizinischer Betreuung versorgt werden, bis sich die Situation wieder soweit stabilisiert hat, dass eine Rückkehr nach Hause möglich ist.

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