United Nations High Commissioner for Refugees

Humanitäres Aufnahmeprogramm Syrien

UNHCR begrüßt den Beschluss der Innenministerkonferenz vom 12. Juni 2014, im Rahmen eines Humanitären Aufnahmeprogramms weitere 10.000 Flüchtlinge und Vetriebene aus dem Kontext des Syrien-Konflikts in Deutschland aufzunehmen.
In Umsetzung dieses Beschlusses hat das Bundesministerium des Innern am 18. Juli 2014 die dazugehörige Aufnahmeanordnung erlassen. Sie umfasst im Wesentlichen folgende Inhalte:

  • Aufnahme in Deutschland können Personen mit syrischer Staatsangehörigkeit und deren Angehörige finden, die infolge des Bürgerkriegs in Syrien ihre Heimat verloren haben. Unter bestimmten Umständen können auch aus Syrien stammende Staatenlose und ihre Familienangehörigen berücksichtigt werden. 
  • Weitere Voraussetzung für die Aufnahme ist, dass sich die betreffenden Personen derzeit in Syrien, den Nachbarstaaten Syriens, in Ägypten oder Libyen aufhalten.

  • Vorrangig sollen Personen, die unterstützungsbereite Verwandte in Deutschland haben, berücksichtigt werden.

Der weit überwiegende Teil der aufzunehmenden Personen wird dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge von den Bundesländern vorgeschlagen. UNHCR ist in dieses Verfahren nicht eingebunden; auch liegen UNHCR derzeit keine verbindlichen Informationen zu den in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich ausgestalteten Auswahlverfahren vor. Falls Sie Fragen zur Einbeziehung von Angehörigen in das Aufnahmeprogramm haben, möchten wir Sie deshalb bitten, sich an die für Sie örtlich zuständige Ausländerbehörde oder das Innenministerium Ihres Bundeslandes zu wenden.

Daneben schlagen die UNHCR-Vertretungen in der betroffenen Region dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge eine kleine Anzahl an Flüchtlingen zur Aufnahme vor. UNHCR wählt diese Personen auf der Grundlage vorhandener Erkenntnisse vorrangig nach humanitären Kriterien aus. Eine Bewerbung um Aufnahme in das Programm bei UNHCR ist daher grundsätzlich nicht möglich.

Humanitarian Admission Programme Syria

UNHCR welcomes the decision by the Conference of the Ministers of the Interior of the German federal states (Innenministerkonferenz) of 12 June 2014 to admit another 10,000 persons displaced in the context of the conflict in Syria (to Germany) under a Humanitarian Admission Programme.

To implement this decision, the Federal Ministry of the Interior on 18 July 2014 published an admission order. This order essentially envisages the following:

  • Syrian nationals and their relatives who had to flee their homes due to the civil war in Syria may be admitted to Germany. Under certain circumstances, stateless individuals originating from Syria and their relatives may also be considered.

  • It is a further requirement for the admission that the individuals concerned are currently residing in Syria, its neighbouring states, Egypt or Libya.

  • Individuals, who have relatives in Germany that are willing to support them, shall be considered with priority.

The majority of the individuals to be admitted will be suggested to the Federal Office for Migration and Refugees by the federal states (Bundesländer). UNHCR is not involved in this procedure, and hence, does not yet have reliable information on the different selection processes in the federal states available. In case you have queries regarding the inclusion of relatives into the admission programme, we recommend that you approach your local Aliens Authority (Ausländerbehörde) or Ministry of the Interior of the federal state you live in.


Additionally, UNHCR offices in the region concerned will propose a number of refugees for admission to the Federal Office for Migration and Refugees. UNHCR will primarily select these individuals according to humanitarian criteria on the basis of existing information. Therefore, an application for admission to the programme may in principle not be lodged with UNHCR.

URL: www.unhcr.de/unhcr/in-deutschland/aufnahmeprogramm-syrien.html?L=%252525D
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