Liberia: Über 400.000 Flüchtlinge und Vertriebene zurückgekehrt

Rund zwei Jahre nach dem Ende des Bürgerkriegs im westafrikanischen Liberia sind mehr als 400.000 Flüchtlinge und Binnenvertriebene an ihre Heimatorte zurückgekehrt. Das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) rechnet mit einer weiteren Zunahme der Rückkehr nach den Wahlen am 11. Oktober.

Bisher hat UNHCR die freiwillige Rückkehr von 40.000 Flüchtlingen aus Ländern der Region organisiert und 225.000 Binnenvertriebene mit Hilfsgütern und Reisezuschüssen unterstützt. Zusätzliche Hilfen für Gemeinden vor Ort kamen rund 150.000 heimgekehrten Liberianern zugute.

"Die hohe Zahl von freiwilligen Rückkehrern zeigt, dass sich das Land nach dem verheerenden Bürgerkrieg langsam stabilisiert, auch wenn einige Flüchtlinge noch skeptisch sind und abwarten", sagte Annette Rehrl, UNHCR-Sprecherin in der Hauptstadt Monrovia. "Die bevorstehenden Wahlen am 11. Oktober sind ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum Frieden. Nach erfolgreichen Wahlen werden Tausende von Flüchtlingen zurückkommen wollen."

Während des 14-jährigen Bürgerkrieges waren zeitweise 800.000 Liberianer auf der Flucht, ein Viertel der Bevölkerung. Heute überwacht eine 15.000 Mann starke UN-Blauhelmtruppe den Frieden. UNHCR unterstützt und schützt die Rückkehrer. In den Rückkehrgebieten finanziert UNHCR den Bau von Straßen, Schulen, Gesundheitsstationen, Wasser- und Sanitäranlagen. Daneben ist UNHCR in den Bereichen Ausbildung, Kleingewerbeförderung und Friedenserziehung aktiv.


Veröffentlicht am: 09.10.2005