Vergessenes Flüchtlingsdrama im Tschad
Im Tschad bahnt sich ein international kaum beachtetes Flüchtlingsdrama an: Über 65.000 Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Sudan halten sich seit Monaten in der Grenzregion auf.
Die Flüchtlinge leiden unter mangelnder Versorgung mit Wasser und Hilfsgütern. Hinzu kamen zuletzt Überfälle durch Milizen. Im Rahmen einer groß angelegten Hilfsaktion plant UNHCR deshalb, die Flüchtlinge in sichere Flüchtlingslager zu bringen.
Die Sicherheit in der Grenzregion hat sich deutlich verschlechtert, sodass jetzt auch die Flüchtlinge im Grenzgebiet des Tschad betroffen sind. In den vergangenen drei Wochen haben sudanesische Milizen Flüchtlingssiedlungen im Tschad überfallen und zahlreiche Dörfer auf der sudanesischen Seite der Grenze zerstört.
Daneben ist die Versorgungslage der Flüchtlinge äußerst dramatisch. Als Unterkünfte dienen ihnen improvisierte Zelte. Die Flüchtlinge sind von Epidemien bedroht und beziehen ihr Wasser aus Wasserstellen, die demnächst auszutrocknen drohen.
UNHCR hat an 10.000 besonders bedürftige Flüchtlinge Hilfsgüter wie Plastikplanen, Decken und Wasserkanister sowie Lebensmittel verteilt und bereitet den Aufbau von Flüchtlingslagern vor. Für die gesamte Hilfsaktion sind 14,3 Millionen Euro erforderlich. Das Auswärtige Amt hat einen dringenden UNHCR-Appell bereits mit 250.000 Euro unterstützt.
Spendenpartner:
Deutsche Stiftung für UNO-Flüchtlingshilfe
Konto: 2000 2002
BLZ: 380 500 00
Kennwort: Tschad
Veröffentlicht am: 28.11.2003




