Jakarta - UNHCR ist bestürzt über das Bootsunglück vor der Westküste der Insel Java, das sich vergangenen Dienstag ereignete und mindestens neun Todesopfer forderte. Der Vorfall zeigt erneut, zu welchen verzweifelten Taten Menschen in der Hoffnung auf Schutz und eine bessere Zukunft bereit sind. Dem Appell von UNHCR gegenüber der internationalen Gemeinschaft für eine verstärkte Kooperation im Flüchtlingsschutz sowie in der Unterstützung vor Ort, damit diese Menschen nicht gezwungen sind, solche riskanten Bootsüberfahrten auf sich zu nehmen, wird somit auf traurige Weise Nachdruck verliehen.
Nach Angaben der indonesischen Behörden wurden bisher neun Menschen tot geborgen - darunter vier Kinder und fünf Frauen. Die Zahl der Vermissten ist noch unklar. Schätzungen zufolge befanden sich zwischen 60 und 100 Menschen an Bord des überladenen Bootes, das jedoch nur für den Transport von 30 Personen ausgelegt gewesen sein soll. Es handelte sich um Menschen iranischer, afghanischer und pakistanischer Herkunft auf dem Boot, das nach Australien unterwegs gewesen sein soll.
Mit Hilfe der indonesischen Marine konnten 47 Personen gerettet werden. Sie wurden vorübergehend in Ciamis, im Zentrum Javas, untergebracht. Dank des unverzüglichen humanitären Einsatz der indonesischen Behörden und unseres Partners Internationale Organisation für Migration konnten die traumatisierten Überlebenden innerhalb kurzer Zeit medizinisch und psychologisch versorgt werden und erhielten Nahrung und Kleidung.
UNHCR pflegt engen Kontakt zu den indonesischen Behörden, vor allem zur dortigen Einwanderungsbehörde, der Marine, der Wasserschutzpolizei und zum Seerettungsdienst. So soll die Information über das Bootsunglück und die Situation der Überlebenden gewährleistet werden. Die Untersuchungen, wie es zu dem Unglück gekommen ist, laufen noch.
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