Somalia - Tausende Zivilisten sind in den letzten Tagen vor den erneuten Gewaltausbrüchen im Gebiet des Afgooye-Korridors, nordwestlich der somalischen Hauptstadt, in Richtung Mogadischu geflohen.
UNHCR fürchtet um die Sicherheit der Vertriebenen und fordert alle bewaffneten Gruppen und Kräfte dazu auf, die Bevölkerung vor Gewalteskalationen zu schützen.
1,3 Millionen Binnenvertriebene
In den letzten zwei Wochen wurden mehr als 7.200 Somalier gezwungen, Afgooye zu verlassen. Zum Großteil waren die Betroffenen bereits Vertriebene und sie mussten nun bereits binnen kurzer Zeit zum zweiten Mal fliehen.
Am Mittwoch wurden rund 150 Kleinbusse und Eselskarren gezählt, mit denen Menschen in die Hauptstadt kamen. Viele Flüchtende kamen auch zu Die Neuankömmlinge haben sich in bereits bestehende Siedlungen für interne Vertriebene in Mogadischu niedergelassen, während andere in leere Bezirksteile oder bei Familien oder Freunden Unterschlupf gefunden haben.
Momentan gibt es in Somalia rund 1,3 Millionen intern Vertriebene. Mehr als 968.000 Somalier leben als Flüchtlinge in den Nachbarländern Kenia (520.000), Yemen (203.000) und Äthopien (186.000).
20 Jahre Bürgerkrieg haben Somalia zu einem der verheerendsten humanitären Krisengebiete gemacht und Vertriebene aus Somalia machen nach Afghanistan und Irak bereits die drittgrößte Gruppe weltweit aus.
« zurück