United Nations High Commissioner for Refugees
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Verstärkte Bemühungen um südsudanesische Flüchtlinge

07 Januar 2014

Eine südsudanesische Familie, die Zuflucht auf dem UN-Gelände in Juba gesucht hat.
© UNHCR/K.McKinsey
Eine südsudanesische Familie, die Zuflucht auf dem UN-Gelände in Juba gesucht hat.

Genf - Aufgrund der anhaltenden Kampfhandlungen im Südsudan befinden sich hunderttausende Menschen auf der Flucht. UNHCR bemüht sich angesichts der hohen Flüchtlingszahlen und der unsicheren Lage im Land, sowohl den vielen Binnenvertriebenen, als auch den Flüchtlingen in den Nachbarländern adäquate Hilfe zukommen zu lassen.

 

Versorgungsengpässe in Uganda

Infolge der am 15. Dezember ausgebrochenen Kämpfe im Südsudan sind bereits über 23.000 Südsudanesen nach Uganda geflohen. Zurzeit überqueren täglich 2.500 Menschen die Grenze. 

Das UN-Flüchtlingskommissariat begrüßt die Aufnahme dieser Personen in Uganda. Es stellt UNHCR jedoch vor eine große Herausforderung, ausreichend Wasser und angemessene Sanitäranlagen in den Transit- und Aufnahmezentren in Arua und Adjumani im Nordwesten Ugandas zur Verfügung zu stellen.

Bis Montag sind 23.546 südsudanesische Flüchtlinge in Uganda angekommen. Die große Zahl der Neuankünfte sorgt für Schwierigkeiten beim UNHCR-Einsatz in Uganda, da auch noch immer Flüchtlinge aus der Demokratischen Republik Kongo ankommen. 8.000 Kongolesen erreichen täglich die drei Aufnahmezentren in Westuganda, sodass sowohl das Personal voll ausgelastet ist, als auch die Kapazitäten an Versorgungsgütern ausgeschöpft sind.

Flüchtlinge in Äthiopien, Kenia und im Sudan

Währenddessen fliehen kleinere, aber wachsende Gruppen von Südsudanesen in weitere Nachbarländer. Mehr als 5.300 Flüchtlinge wurden in Äthiopien registriert, wobei die tatsächliche Zahl vermutlich höher liegt, denn die Grenzregion ist nur schwer erreichbar. Im Kakuma Flüchtlingslager in Kenia, das täglich mehr als 300 Neuankömmlinge zählt, wurden bis Sonntag Abend 3.173 Flüchtlinge registriert.

Die Situation im Sudan bleibt undurchsichtig. Mindestens mehrere Hundert Südsudanesen haben die Grenze passiert, vielleicht auch mehrere Tausend. Aufgrund der Aktivitäten verschiedener Gruppen in der Region, darunter Nomaden und Rebellen, ist es schwierig, die genaue Zahl an Flüchtlingen festzustellen; UNHCR arbeitet zurzeit daran.

Hilfe für Hunderttausende Binnenvertriebene

Innerhalb des Südsudan ist UNHCR aufgrund der anhaltenden Kämpfe und der herrschenden Unsicherheit in weiten Teilen des Landes mit einer reduzierten Belegschaft von 200 Mitarbeitern tätig. Das Flüchtlingskommissariat unterstützt jedoch weiterhein rund 230.000 Flüchtlinge in zehn Lagern im Südsudan. Darüber hinaus kümmert es sich vermehrt auch um die rund 57.000 Zivilisten, die auf zehn UN-Geländen im Land Zuflucht gesucht haben. Auch in Maban, im Nordosten des Südsudan, befinden sich nur vier internationale und elf nationale UNHCR-Mitarbeiter, die gemeinsam mit Partnern 120.000 Flüchtlingen in vier Lagern helfen. Sie sorgen u.a. dafür, dass die Wasser- und Gesundheitsversorgung aufrechterhalten wird.

UNHCR besorgt über Kampfhandlungen in der Nähe von Flüchtlingslagern

Die südsudanesische Regierung hat den Notstand für die beiden Staaten Unity und Jnoglei ausgerufen. Da die Oppositionskräfte nun Bor, die Hauptstadt von Jonglei, kontrollieren, wurde ein großer Teil des staatlichen Militärkontingents nach Pariang verlegt – in die Nähe der beiden Flüchtlingslager Yida und Ajuong. UNHCR ist daher sehr besorgt über jegliche Auswirkungen von Kampfhandlungen auf die Flüchtlinge und die Fähigkeit, Hilfsleistungen gewähren zu können.

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