United Nations High Commissioner for Refugees
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Flüchtlingsschutz vor Rebellenangriffen im Kongo

27 August 2010

Bas-Uélé, Demokratische Republik Kongo – Die aus Uganda stammende Rebellengruppe Lord’s Resistance Army (LRA) ist seit Jahren auch in Teilen der Republik Zentralafrika und der Demokratischen Republik Kongo (DRC) aktiv. Mit Angriffen gegen die Zivilbevölkerung hat die LRA in den letzten Jahren mehrere zehntausende Menschen aus ihren Heimatdörfern vertrieben. Viele bleiben Binnenvertriebene, andere suchen Schutz in den Nachbarländern.

Die jüngsten Angriffe haben laut Schätzungen etwa 15.000 Menschen zur Flucht gezwungen. Viele Flüchtlinge sind in der Grenzregion zwischen der Zentralafrikanischen Republik und der DRC verstreut. Für die Betroffenen hat UNHCR zusammen mit Caritas International ein neues Camp 70 Kilometer hinter der Grenze eingerichtet. UNHCR hat mit dem Transfer von 1.500 Flüchtlingen aus Zentralafrika begonnen. Die Vertriebenen waren zunächst in Grenzdörfer im Distrkit Bas-Uélé im Norden der DRC untergekommen.

Viele hatten sich zu Fuß auf den Weg in das neu errichtete Camp gemacht. Zusammen mit den kongolesischen Behörden, hat UNHCR Wegstationen und Transitzentren entlang der Route aufgebaut, in denen sich die Flüchtlinge mit warmen Mahlzeiten stärken konnten. Die Schwächsten wurden auf Motorrädern transportiert.

Das Ziel des Transfers war die Sicherheit der Flüchtlinge zu gewährleisten und sie vor weiteren Angriffen der LRA zu schützen. Das neue Camp bietet neben Schutz und Unterkunft auch Zugang zu sauberem Trinkwasser und humanitärer Hilfe. Es war schwierig auf dem steinigen Gelände Notunterkünfte, Sanitäranlagen und Brunnen zu errichten. Nun werden bei der Ankunft im Camp alle Flüchtlinge registriert und mit Nahrungsmitteln und Hilfsgütern versorgt.  

Die Unzugänglichkeit der Grenzregion ist eine logististische Herausforderung. UNHCR befürchtet daher, dass einige Flüchtlinge gar nicht zu erreichen sind.

Die LRA hat sich 1986 in Uganda formiert und hinterlässt seither eine Spur von Chaos und Vernichtung in der gesamten Region. Während Menschen aus der Republik Zentralafrika in die DRC fliehen mussten, suchen 20.000 Kongolesen Schutz in der Republik Zentralafrika oder im Sudan.      

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URL: www.unhcr.de/presse/nachrichten.html
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